Androgynität als Beziehungs-Garant

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JasminRheinhessen
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Androgynität als Beziehungs-Garant

Beitrag von JasminRheinhessen » 02 Okt 2014, 13:23

Wie ich hier beschrieben habe, wirkt ein androgyner Mensch immer anziehender als weniger androgyne Menschen:

http://www.freeyourgender.de/forum/view ... =211&t=139

Dieser Effekt ist besonders interessant, wenn man sich Beziehungen betrachtet,
und warum sie bestehen bleiben,
obwohl doch auf den 1. Blick die beiden Partner überhaupt gar nicht zusammen passen,
wollte man meinen.

Der weiblich aussehende, sensible hübsche Mann, ein echter Frauenschwarm,
mit der rustikal wirkenden, burschikosen Antifrau, die dies noch mit einer Kurzhaarfrisur betont.
Viele Fragen sich dann: Warum hat gerade er keine besonders "hübsche" (Klischee)Frau ?

Oder die (Klischee)Frau, die alle Beuteschematas der Männer erfüllt:
Lange blonde Haare, sexy schlanke Figur, wunderschöner voller Busen, lange Beine, Gesicht wie aus dem Bilderbuch geschnitten,
sie schiebt ihren Einkaufswagen durch den Supermarkt, während sie selbst die Waren bezahlt,
und neben ihr eine kleinerer, unauffälliger, und auch noch häßlicher Zwerg, unrasiert, ungepflegt.

Nein, hier haben wir es nicht mit der äußeren Anziehungskraft zu tun.
Äußere Anziehungskräfte wirken meistens nur einseitig:
Der der anzieht, gegenüber dem, der angezogen wird.

In einer Beziehung müssen aber, soll diese dauerhaft bestehen, sich beide anziehend finden,
und da kommt der unsichtbare gegengesschlechtliche Part ins Spiel:
Das YIN des Mannes und der YANG-Anteil der Frau.

Der hübsche Mann aus dem 1. Beispiel wird vom YANG-Anteil der "burschikosen" "männlichen" Frau angezogen,
der seinen weiblichen YIN-Anteil triggert,
die Frau hat 2 Optionen die bei ihr möglich sein können:

Sie kann sich vom äußeren angezogen fühlen, vom Äußeren männlichen Körper des Mannes,
oder von seinem YIN-Anteil, der in diesem Beispiel sogar sichtbar ist, oder von beiden.
Jedenfalls besteht zwischen dem YANG-Anteil des Mannes,
und dem sehr kleinen YIN-Anteil der "burschikosen" "männlichen" Frau eine nur sehr geringe Verbindungskraft.

Dem Mann ist aber, da er seinen YIN Anteil sehr genießt, der burschikose Teil der Frau wichtig,
hier fühlt er sich dann komplett von ihr angesprochen,
und ja - er ist ja nicht bi, dafür ist der YIN-Anteil nicht ausreichend groß genug,
mit dieser Frau aber, ist er in seinem Paradies.


Im 2. Beispiel, in der der Mann der auffällig äußerlich unattraktivere der beiden ist,
fällt bei der Frau die Anziehungskraft über Äußerlichkeiten komplett weg.
Sie hat einen sehr starken YIN-Anteil, das drückt auch ihre Weiblichkeit aus,
Ihr Gegenpart, das YANG ist sehr klein, sie liebt den Gegensatz,
der ihre nach außen gerichtete Weiblichkeit nur noch mehr verstärkt und in den Mittelpunkt bringt,
sie ist wunderschön und wird noch wunderschöner, je häßlicher er ist.

Je männlicher, je weniger der Faktor Schönheit, in ihre Ressourt fällt,
für Schönheit ist sie zuständig,
wird sie sich selbst in Szene setzen können.

Wäre ihr YANG Anteil grösser, würde sie mehr in eine männliche Identität driften,
würde sie auf Dinge achten, ob er sein Gesicht rasiert oder nicht.
Dann fängt sie an, und möchte das er "schön" aussieht.
Achtet auf seine Kleidung, und auf alles was ihn attraktiv machen könnte.

Er hat einen sehr schwachen YIN-Anteil, er braucht keine burschikosen Anteile der Frau,
sein grosser YANG-Anteil, der nur "Mann" kennt, wird maximal von ihrem Aussehen und ihrem
ganzen Flair getriggert, das nur auf Weiblichkeit bezogen ist.



Wir haben also 2 Anziehungsfelder, 2 Schnittstellen-Ebenen:

Das Aussehen, das YIN oder YANG verkörpert.
Die innere Identität, die eine Gewichtung von beiden hat:
YIN und YANG, die verschieden groß sind.

Bei 2 Partnern ergeben sich damit 4 Schnittstellen.
Alle 4 Schnitstellen müssen nicht als "Magnet" wirken,
aber wenn ein Partner seine beiden Schnittstellen nicht erfüllt ,
mit mindestens einer starken Anziehung, ist die Beziehung einseitig.

Beispiel für ein einseitiges Beziehungskonstrukt:

Der männliche Pop-Star, der sich ein Modepüppchen aussucht,
als Trophäe seiner Kreditwürdigkeit, seines Status,
für den roten Teppich und auch für sich, fürs Auge, für den Sex.
Für seine Anziehungskraft-Schnittstelle.

Seine Schnittstelle "Aussehen": Ja, Sie sieht gut aus: Ja, ist erfüllt.
Seine Schnittstelle YIN: Ist meist nicht gegeben,
wird nicht beachtet, nicht gelebt in der Partnerschaft.
Beispiel: Dieter Bohlen hat einen grösseren YIN-Anteil, wie viele meinen.
Das er Musik macht spricht dafür, das er Musik macht,
die Frauen wie Männern gleichermassen gefällt,
was z.B. nicht der Fall wäre wenn es z.B. Hard Rock wäre,
und das er die Eigenheit hatte oder hat, seine Stimme im Falsett aufzunehmen.
Sein YIN-Anteil wird mit hübschen Models nicht getriggert,
geht leer aus, durch seine "nichtburschikosen" Partnerinnen

Aber es bleibt eine starke Schnittstelle in diesem Beispiel von ihm aus:
Die Anziehungskraft vo ihr.
Wir können das Dieter Bohlen Beispiel auf viele andere Fälle übertragen.
Bohlen hat zur Zeit seine 5. offizielle Lebenspartnerin, mit 3 war er verheiratet.
Phil Collins, dürfte einen ähnlich starken ungetriggerten YIN-Anteil in sich haben,
3 Ehen, alle gestrandet, lebt heute allein und ist unglücklich.

Wenn wir jetzt von ihr aus betrachten:
Ein hübsches Model hat meist eine sehr weibliche Identität,
da sie es liebt begehrt zu werden, von Männern,
und meist daher einen kleinen YANG-Anteil,
die weibliche Seite ihres Partners ist daher nicht wichtig.

Bleibt nur noch das Äußere, und wenn sie hier den Körper
des männlichen Anteiles des Mannes,
nicht als wichtig erachtet für sich,
laufen beide Schnittstellen ins Leere.
Es bleibt dann eine einseitige Beziehung.
Oder sie hat diese Schnittstelle über das Äußere,
aber nur diese, aber er ist immer unterwegs, immer Business,
wenig Zeit füreinander.
Das ist dann besonders dramatisch wenn diese Anziehungsschnitstelle
"Äußere Anziehungskraft", die die einzige Magnetwirkung hat für die Beziehung,
durch Abwesenheit des Mannes nochmals geschwächt wird.
Durch die Abwesenheit des Teiles den sie begehrt, den Körper,
da der Liebste nur in Arbeit versunken und quasi keine Zeit hat,
um da zu sein, die Beziehung mit "seinem Körper und Aussehen" zu führen.

Die Frau, die sich nur an der äußeren Anziehungskraft seines
YANG-Anteiles festhält, kann mit einem Mann der wenig Zeit mit ihr
verbringt nur eines: Leiden.


Bei der Synchronisierung von beiden Anteilen, des YIN und YANG
wenn diese die äußere Anziehungskraft fast schon ersetzen,
entstehen stark mentale Beziehungen, die auch über Spiritualität,
durch die starke mentale Bindung,
auch über weite Entfernung in getrenntem Zustand funktionieren,
da wird das Telefongespräch zum Sex, der durch den Kopf geht,
denn es wird etwas angesprochen und gestreichelt,
das sowieso nur mental gestreichelt werden kann,
auch wenn der Partner neben ihr oder ihm liegen würde.

Diese Beziehungen sind dann meist auch lockerer, was das Thema Treue
und Eifersucht angeht, da über äußere "Körper" und Körperlichkeit
kein Verlust entstehen kann, denn der Partner ist mental verankert,
und in diese Welt kann sowieso kein anderer eindringen,
diese Welt ist unique für diese beiden.
Ein Busen, ein Po und ein kurzer Flirt, also wenn es nur um die äußere
Anziehungskraftschnittstelle geht, ist aber alles andere als das.
Ist austauschbar. Daher Eifersucht, Verlustangst.

Diese Beziehungen, in der die YIN und YANG-Anteile beider Partner synchronisiert sind,
diese Beziehungen sind die, die besonders lange halten,
und sehr gefestigt sind.

Das meiste Leid findet in den Beziehungen statt,
in dem nur Äußerlichkeiten verhandelt werden,
indem es nur um Äußeres geht.
Nur 2 Schnittstellen für die Beziehung garantieren sollen:
Sein Aussehen, und ihr Aussehen.

Wenn alle 4 Schnittstellen beteiligt sind,
sieht die Beziehung völlig anders aus,
bekommt sie eine weitere Dimension,
die Dimension das die Identitätsgeschlechter sich lieben,
nicht nur die Genitaliengeschlechter.

Wenn ein Partner oder beide also auch nach außen ihre Androgynität,
ihr ausgewogenes YIN/YANG,
schon sichtbar zeigen,
bedeutet das,
wenn sich hier die richtigen Partner finden,
eine starke mentale Bindung.

Wir müssen uns für eine mentale Beziehung nicht um Passing kümmern.
Liebe ist etwas. was nur auf mentaler Basis aufbauen kann.
Oder wir lieben nur das Äußere, oder wollen das der andere nur mein Äußeres liebt.
Dann dürfen wir aber nicht von Liebe sprechen,
sondern von Objekt-Fetisch, von Besitz. Von animalisschem reinen Sex.
Was schön ist, aber nicht "the whole thing".
Die Scheidung findet dann von der Gummipuppe statt,
warum trauerst Du ?
Bist Du ein Körperfetischist ?
Und ja - Sex ist legitim, und die sexuelle Anziehungskraft sowieso,
eine starke Energiequelle, die genutzt werden muß.
Nur müssen wir aufpassen, das wir nicht mit unsere mentalen Psyche
in Konflikt kommen.
Wir müssen sie AUCH beachten, und nicht über dem guten Sex vergessen.
Denn diese läßt sich nicht mit Äußerlichkeiten abspeisen.
Mit ihr muß geredet werden, sie braucht Aufmerksamkeit,
wie ein kleines Kind.
Sonst weint es.


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