Operationen an Genitalien bei Babys

outet Genitalismus als Lüge
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Carol Rose
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Operationen an Genitalien bei Babys

Beitrag von Carol Rose » 10 Jan 2020, 12:56

Diese Operationen werden ja vorgeblich immer zum "Wohle des Kindes" durchgeführt, in Wahrheit aber zum Wohle einer intersexphoben und transphoben Gesinnung.

Wie viele intersexuelle Menschen bejahen diesen Eingriff an ihrem Körper, wenn sie später als Jugendliche oder Erwachsene darauf angesprochen werden? Gibt es dazu evidente Zahlen? Sofern nicht eine Traumatisierung verhindert, zu diesem Thema überhaupt noch Stellung beziehen zu können. Wie viele Bejahungen dieser erfolgten Eingriffe werden im Erwachsenenalter von diesen Opfern auch nur deshalb ausgesprochen, weil sie das Nachgeben und die Selbstaufgabe darstellen, gegenüber dem Konformitätsdruck einer Gesellschaft, die für das Verstehen geschlechtlicher Varianten nicht vorbereitet ist und weiterhin nicht vorbereitet werden soll? Eine Gesellschaft, die geschlechtliche Varianten nicht als 4-blättriges Kleeblatt, sondern als Unkraut begreift? Als etwas, was stört, was falsch ist, was Menschen per se schadet?

Das Skalpell darf nicht menschenrechtsverletzend an wehrlose Körper angesetzt werden, in Kauf nehmend, dass diese irreversiblen körperlichen Eingriffe körperliche Schäden im Gefühlsempfinden und lebenslange seelische tiefe Wunden verursachen, sondern an die intersexphobe und transphobe Gesinnung, die sich weigert, Intersexualität als natürliche Variante der Geschlechtsentwicklung anzuerkennen und so tut, als würde sie mit ihren gesinnungsmotivierten operativen Eingriffen im Sinne ihrer Opfer handeln.

Zu diesen Operationen gehören auch kosmetische Klitoriskürzungen, wenn diese eine bestimmte Länge überschreitet, dabei werden Nervenverbindungen zerstört, das Gefühlsleben dieser Menschen nachhaltig geschädigt, nur um einem binären Genitalwahn zu entsprechen.



Es geht bei diesen Entscheidungen nicht um die Menschen, die operiert werden, es geht um Entscheidungen, die geboren werden aus Ansichten, Konformitäten, Regelwerken, Aufrechterhaltung des Narrativ, ein Genital würde alleinig das Geschlecht beschreiben und dem konstruierten Aufschrei der Gesellschaft, die mit Abweichungen ein Problem hätte.

Eine vorliegende sichtbare Intersexualität, die nur aus optischen Gründen operiert wird, hat für mich die gleiche ethische Stellung wie eine Entscheidung, ein Kind abzutreiben, weil ein Arzt eine Behinderung festgestellt hat.

Eine Normabweichung wird als eine Art "Behinderung" definiert, als Nachteil per se, dieser Nachteil wird letzten Endes als nicht lebenswert bemessen und bei Abtreibung bei "Behinderung" gegen das Leben des Kindes entschieden, zum Wohle des Kindes, damit dieses nicht "leiden" muss. Somit wird im eigenen Gewissen etwas "Gutes" getan. Dieses Gewissen benötigt aber zwingend eine Maßgabe, was gut und richtig ist, untergeordnet wird, was lebensfähig ist und auch lebenswert für andere Menschen wäre.

Die geschlechtliche Varianz und sichtbare Intersexualität (im Gegensatz z.B. des Turner-Syndroms) wird meines Erachtens ähnlich wie eine Behinderung von einem Arzt, der das Skalpell an einem Baby ansetzt, betrachtet, als etwas, was nicht lebenswert wäre, als Nachteil, als etwas, was beseitigt werden muss, sofern möglich und somit entschieden, was lebenswert und nicht lebenswert wäre, dafür werden geschlechtlich-binäre Kategorien genutzt, was richtig und falsch wäre. Das Recht auf Unversehrtheit bzw. auf Leben des Individuums wird der eigenen "Gesinnungslebenswertigkeitsmaßgabe" untergeordnet.

Die Art der Verwendung des Begriffes "Identität" (Stand 2020) in Deutschland ist in seiner jetzigen verwendeten Begrifflichkeit ohne Hinweis auf das Angeborenensein und ohne Hinweis auf die Ursache einer "Identität" eine Verleugnung der Tatsache, dass ein Geschlechtswissen nicht von einem Genital abhängt, sondern für sich selbst gebildet wird und angeboren ist, das Gehirn ein eigenes Geschlechtsorgan ist.
Der Begriff "Identität" in seiner jetzigen Verwendung verleugnet, dass ein biologisches Geschlecht nicht durch Genital und Chromosomen allein definiert wird, sondern im Kontext des geschlechtlichen Wissens und der geschlechtlichen Selbstaussage, das Gehirngeschlecht der wichtigste Parameter sein muss.
Da ein biologisches Geschlecht nicht durch Genital und Chromosomen allein definiert werden kann, kann es auch keine Abweichung einer Identität von diesem angeblich vorhandenen biologischen Geschlecht geben. Der gesetzte Bezugspunkt in der gesamten TRANS-Diskussion ist falsch.
Menschen werden mit ihrem Geschlechtswissen geboren, das muss in diesem Fall als ihr biologisches Geschlecht betrachtet werden, es geht in Bezug auf Geschlechtswissen nicht um die Reproduktion und dafür benötigten geschlechtlichen Körpermerkmale, diese haben kein Wissen.
Eine sogenannte geschlechtliche Identität begründet sich immer auf eine biologische Determinierung, die pränatal im Gehirn angelegt wurde.

Gerade deshalb funktionieren auch Stereotype und Klischees für Geschlechter nicht, da diese Stereotype und Klischees sich auf Genitalien beziehen. Als ob Genitalien ein Geschlechtswissen hätten. Nein, das Geschlechtswissen kommt von unserem Gehirngeschlecht, deshalb dürfen Kinder auch nicht gezwungen werden, Rollenverhalten anzunehmen, die einem männlichen oder weiblichen Genital entsprechen sollen.

Auch sogenannte "nichttrans", also sogenannte "CIS" wissen, was sie sind, das flüstert ihnen nicht ihr Genital ein und das wird dazu auch nicht befragt.
CIS wird aber als Norm dargestellt allein deshalb, weil die selbstbestimmte Aussage über das Geschlecht mit dem Genital übereinstimmt. Das wird nie infrage gestellt, da im Patriarchat zwingend die Formel Genital=Geschlecht aufrechterhalten werden muss. Ein Geschlechtswissen unabhängig des Genitals wird als "Störung der Geschlechtsidentität", als "Trans* dargestellt. Eine Identität, wenn sie als Selbstaussage verstanden würde, kann niemals gestört sein. Ein Wissen, was ich bin, kann nie gestört sein.



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