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Carol Rose
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Beitrag von Carol Rose » 10 Nov 2019, 11:31

Benötigen wir ein Lektorat um schreiben zu können, erfolgreich sein zu können?
Im letzteren Fall bewiesen John, Paul und George das Gegenteil. Die 3 Beatles konnten in ihren wichtigsten Schaffensperioden weder Noten lesen noch schreiben.

Der Punkt ist doch der: Welche Wichtigkeit lasse ich der Form (und dazu gehören auch Satzbau und Rechtschreibung) zukommen. Soll ich sie gleichbedeutend mit dem Inhalt bewerten? Höher bewerten wäre ja bereits fraglich. Was die Form angeht verweise ich auf Arno Schmidt und Zettel's Traum.

Stilistik: Es wäre schlimm für mich, wenn mir da jemand reinreden würde - es würde meine "Kunst" verzerren.
Es wäre für mich ein Pluspunkt, wenn ein Autor als Vorwort schreibt: HIer liest Du zu 100% "mich".

Ausdruck: siehe oben, gehört für mich zur Kunst, die ich vom Künstler sehen möchte - nicht von Leuten, die um ihn herumschwirren - ihn sozusagen produzieren.

Logikfehler: In der Kunst gibt es keinen Fehler, selbst Fehler haben besonders dann ihren Reiz, sie können auch für sich sprechen, ein Beweis für Authentizität sein.

Verkaufen: Alles was "verkaufsfördernde Wirkung" hat, ist bereits "intentionally". Selbstverrat. Kunst muss über dem Markt und deren Funktion stehen. Sonst werde ich Verkäufer und kein Künstler.

Zu deinem letzten Absatz: Es geht allein (für mich) darum, dass der Inhalt, das was sich sagen will, transportiert wird. Alles andere ist unwichtig. Natürlich macht es keinen Sinn in russisch zu schreiben, wenn meine Zielgruppe nur englisch spricht. Alles andere, was darüber hinaus geht, gehört zur Verkaufsförderung. Eine Zielgruppe, die mein Buch kauft, weil es gut "verpackt" ist, und liegenlässt, weil die "Form" nicht "passend" ist, hat mein Buch nicht verdient. Diese Leser möchte ich auch nicht als Kritiker. Es könnte sogar zum Inhalt meines Kunstwerkes gehören, Form zu verletzen, um diese Regelwerke in Frage zu stellen. Komik und Kabarett besteht in großem Maße in der Darstellung der Unsinnigkeit von Regelwerken (Valentin, Loriot, Chaplin)


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